23.07.2007 - Nile Special! |
Dieses Wochenende war ich Uganda.

Und das kam so:
Eigentlich wollte ich eh gern nochmal nach Kampala, aber letztes Mal als meine Mitbewohner gefahren sind, hatte ich es bissi mitm Magen und hab mich nicht nach ner 8stündigen Bustour gefühlt.
Dummerweise waren alle meine Freunde hier aber schon in Kampala oder wollen nicht. Günstiger Weise hab ich mich aber letztes Wochenende auf nem Barbeque 20 min mit nem Typ unterhalten, der gefragt hat, ob ich nicht nach Kampala mitkommen will. Nach einer kurzen Sicherheitsabfrage hab ich dann zugesagt.
Ich hab mich also am Donnerstag um 4.30h mit dem Typ und 4 Mädels aus Atlanta getroffen und wir haben einen Bus gen Uganda bestiegen. Reisebusse in Afrika sind nicht ganz so witzig und immer bis auf den letzten Platz besetzt. UND es werden unsägliche Filme in unerträglicher Lautstärke gezeigt. Na ja, nach 7,5h waren wir irgendwann da.
In Kampala würde dann auch keiner mehr auf die Idee kommen zu sagen, dass es "Afrika light" ist, denn es ist laut, dreckig, versmogt, voll und überall liegt Müll.

Trotzdem hat man, wenn man aus Ruanda kommt, das Gefühl wieder in der Zivilisation angekommen zu sein.
Wir waren dementsprechend auch gleich erstmal shoppen und dann indisch essen - mhmmmmm.
Dann sind wir rausgefahren zu unserem Hostel, dem "Red Chilli Hideaway" und sind ins Koma gefallen.
Am nächsten Morgen sind wir dann abgeholt worden und zum Rafting auf dem Nil nach Jinja gefahren. Wer wollte konnte auch Bungeespringen, aber das hab ich mir diesmal geschenkt.

Dann haben wir alle unsere Helmchen und Schwimmwesten angezogen und sind in unsere Aufblasbötchen gestiegen.

Dann mussten wir alle unseren Kram in den Bus packen, weshalb es ab hier leider keine Fotos mehr gibt, aber wir hatten einen Fotograf in einem Kajak dabei, der Fotos gemacht hat, die werden jetzt aber erstmal nach Atlanta geschickt und ich hab die dann in einem Monat, oder so...
Platzhalter
Auf dem Nil gibt es Klasse 1 bis Klasse 6 Stromschnellen, von denen Klasse 6 nicht befahrbar ist. Zu Anfang übt man ein bißchen was passiert, wenn man aus dem Boot fällt und wie man sich verhält, wenn das Boot umkippt. Dann geht's los mit ein paar Klasse 3 Stromschnellen und dann kommen ganz schnell auch schon die 5er. Ihr glaubt nicht wie toll die ganze Fahrt ist. Ich war ja schon mal auf der Ardeche raften, aber das ist kein Vergleich zum Nil. Das beste war als wir nen 4-5m Wasserfall runter sind und die letzte Stromschnelle des Tages "The bad place", wo unser Guide schon sein Paddel weggeworfen hatte, weil er dachte, dass es uns packt. Mittag gab es auf einer kleinen Insel im Fluss, auf der Bob, der Riesenleguan wohnt. Und ich hab eine Wasserschlange gesehen - hatte ca. Blindschleichengröße, aber wieder ein Punkt den ich auf meiner To-do-list-4-life abhaken kann!
Auf dem Trip hat alle 10 min. jemand gesagt:" It can't get any better than this, can it?" und ich hab jedes Mal gedacht: "Nope... can't" 
Dementsprechend waren wir dann auch fertig, aber glücklich als wir angekommen sind.
Links steht unser Guide und der Rest sind die lieben menschen aus Atlanta... und keine Ahnung wo die Kinder herkommen...
Eine angemessene Belohnung gabs dann auch:

Wir sind dann wieder in unser Hostel gebracht worden und dann waren wir diesmal Thai essen, mhmmmmmmmmm und sind dann ins Koma gefallen.
Am nächsten Morgen sind wir dann wieder aufgebrochen und haben einen Bus nach Kabale bestiegen - dummerweise ist dieser Bus erst 3 Stunden später losgefahren... trotzdem sind wir irgendwann angekommen. Von Kabale aus sind wir in einem Taxi zum Lake Bunyoni gefahren und es ist erstaunlich wie einfach 6 Leute mit Gepäck in ein ugandisches Taxi passen. Wir sind dann im Dunkeln über eine Piste gerumpelt und es hat starke Assoziationen zu "I know what you did last summer" hervorgerufen. Wir sind dann aber irgendwann angekommen und am Pier war natürlich keine Sau, aber wir haben dann nette Menschen gefunden die uns zur Insel rüber gefahren haben, auf der unser Camp war. Ihr glaubt nicht wie froh ich war, dass wir im Dunkeln angekommen sind. Der Mond schien und man hat eine Million Sterne gesehen und sogar die Milchstraße. Als wir dann an unserer Insel angekommen sind, ist es sogar noch besser geworden, weil der Motor ausgemacht wurde und wir an einem kleinen Steg angelegt haben und ein Hotelmitarbeiter mit einer Petroleumlampe auf uns gewartet hat. Das war ganz genau als würde man in Lorien ankommen! Ich bin beinahe gestorben! Es war soooooooooooooooooooo schön! Dann sind wir alle ausgestiegen und einen klenen Pfad hochgewandert und niemand hat ein Wort gesagt - magisch! Oben angekommen sieht man dann das Restaurant und weil es auf der Insel kein elektrisches Licht gibt, stehen auf den Tischen eben nur Kerzen - aber der Mond schien ja auch helle. Am ersten Tisch saß dann aber auch gleich der economic officer von der amerikanischen Botschaft hier, was mich wieder etwas in die Realität zurückgeholt hat.

Wir haben dann lecker Fisch gegessen und sind dann ins Koma gefallen.
Und zwar in diesen genialen Zelten:

in denen jeweils 2 Betten und ein Tisch stehen. Und ich hab so gut geschlafen!
Am nächsten Tag haben wir dann Bananenpancakes gefrühstückt und die kleine Insel umrundet und ein bißchen auf dem Steg gesessen und die Landschaft auf uns wirken lassen bevor wir wieder nach Hause gefahren sind.

Hier hätt ich bleiben können!

Die Rückfahrt war dann nochmal ein Knaller, weil wir ab der Grenze einen Matatu (Minibus) genommen haben und ich hab wirklich nicht gedacht, dass ich nochmal das Vergnügen haben würde in so einem Ding zu fahren während meiner Zeit hier. Wenigstens saß ich nicht in der Achselhöhle eines Ruanders, was die ganze Sache 500% erträglicher gemacht hat. Im Radio wurde dann glaub ich meine ganze "Disko Inferno"-CD gespielt und die Ruander haben sich schrott gelacht über die 6 singenden Mzungos... ein weiteres Highlight.
So Kinder, hiermit schließe ich meinen Blog jetzt auch ab und ich seh euch nächste Woche!
Kussi!
STOP!
Jetzt hätte ich fast die Auflösung vergessen:
Amakuru?
NI MEZA! |
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15.07.2007 - best of. |
Zum Schluß präsentiere ich euch noch meine Lieblingspics.
Anscheinend haben Ruander nämlich noch nicht mitbekommen, dass man bei Digitalkameras sofort checken kann, wie das Bild geworden ist und versuchen immer noch die Touris zu verarschen, indem sie kopflose Fotos machen.
Das erste war ein Kellner im New Cactus als ich mit Danny und Jorunn da war:

Als Danny ihm das Foto gezeigt hat, meinte er:" Wieso? Is doch super."
Weil wir uns so drüber amüsiert haben, haen wir in der Folge einen Sport draus gemacht, mit fremden Kameras kopflose Fotos zu machen. Dazu muss man sagen, dass das gar nicht so leicht ist, weil die Objekte ziemlich leicht misstrauisch werden, weil man die Kameras schon extrem nach unten halten muss.
Danny und Chris
Payback: Versha und ich
Der Knaller war dann das folgende Foto, dass unser Guide im Akagera Park aufgenommen hat:

An dieser Stelle musste unsere Safari 10 Minuten unterbrochen werden, bis Danny und ich augehört hatten Tränen zu lachen.
Und ich hab dann natürlich im Anschluss noch ein Panoramafoto für die Sammlung gemacht.
Danny und Skye
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7.07.2007 - Es wird Zeit... |
So, es wird höchste Zeit, dass ich wieder nach Hause komme - ich hab nämlich
zugegebener Maßen überhaupt gar keinen Bock mehr zu bloggen.
Allerdings passiert im Moment auch wenig, was bloggenswert wäre.
Letzte Woche hatte ich eine Konferenz zur ICTR (Internationaler
Strafgerichtshof für Ruanda) Completion Strategy und das war wirklich
interessant. Mir ist auch gleich nahegelegt worden, meine Wahlstation doch
in Arusha zu machen.
Ansonsten spiel ich ein bißchen Volleyball, ein bißchen Basketball, geh ab
und zu mal tanzen oder bin irgendwo zum grillen eingeladen. Nüx was groß mit
interessanten Fotos zu dokumentieren wäre.
Am 30. 7. lande ich wieder in Hamburg und am Samstag drauf (4.8.)seid ihr
alle herzlich eingeladen zu mir nach Hause zu kommen - als Ausrede nicht zu
kommen, zählen nur die Pest oder Malaria!
@ Gundolf: Memo an dich: Für dich gibt es KEINE Ausrede nicht endlich mal
nach HH zu kommen!
Ich freu mich schon! |
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